Kommunalwahl 2011
 
 
Linienverzierung
  Home  ::  Aktuelles  ::  Fraktion  ::  Vorstand/Impressum  ::  Linkliste
Linienverzierung
 
 
Kommunalwahl
- Wahlprogramm
    - uff hessisch
- KandidatInnen
- Kandidatenkür
Haushalt
Stadtbus
Klimaschutz
 
 
Kandidatenkür 2011
 
  Die Kronberger Grünen haben ihre Kandidaten aufgestellt. Lesen Sie hier die Presseartikel dazu.

Kronberger Bote (16.12.2010): Grüne stimmen Liste ab und demonstrieren Geschlossenheit

Taunus Zeitung (15.12.2010): Zuversicht und ein Comeback

Taunus Zeitung (15.12.2010): Fünf Sitze im Blick, aber keine Koalition?

 


Grüne stimmen Liste ab und demonstrieren Geschlossenheit

Kronberger Bote (16.12.2010)


Die bekannten Köpfe von „Bündnis 90/Die Grünen“ treten bei der Kommunalwahl im März wieder an. Die drei Stadtverordneten Petra Fischer-Thöns, Dr. Judith Jackson, Udo Keil und das Magistratsmitglied Dr. Jörg Mehlhorn kandidieren erneut auf den vorderen Plätzen. Für die drei Ortsbeiräte fanden sich, trotz „Personalmangel“, auch Bewerber. Das ist das Ergebnis der Grünen-Versammlung in der Schönberger Taunushalle.


Auf Platz 1 kandidiert erneut Petra Fischer-Thöns, derzeit Fraktionsvorsitzende im Stadtparlament. Die 55jährige Diplom-Sozialarbeiterin gehört der Stadtverordnenten-versammlung seit 18 Jahren an und engagiert sich vor allem im sozialen Bereich. In Kronberg werde gelegentlich vergessen, dass nicht alle Bürgerinnen und Bürger über ein hohes Einkommen verfügen, sagte sie. Ziel bleibe weiterhin der kostenfreie Platz in der Kindertagesstätte. Für die älteren Menschen in der Stadt wäre eine Beratungsstelle für „Wohnen und Leben im Alter“ wünschenswert. Sie setze sich ein für eine gute Kooperation mit den anderen Fraktionen über die Parteigrenzen hinweg – zum Wohle der Stadt und ihrer Bürger. Das Programm der Grünen für Kronberg wird zur Zeit erarbeitet, bei den Wortbeiträgen der Bewerberinnen und Bewerber ließ sich aber bereits erkennen, wo die Schwerpunkte liegen sollen. So plädierte die 47-jährige Dr. Judith Jackson dafür, die neue Form der kommunalen Haushaltsführung, die „Doppik“ dafür zu nutzen, mittelfristig zu planen und mit dem Geld der Bürger verantwortungsvoll umzugehen. Zur Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen sagte sie, die Kamingespräche seien gelegentlich „knisternd“ gewesen, die Zeit ohne Koalition habe ihr persönlich gefallen.


Auf Platz 3 kandidiert ein Neumitglied der Grünen, Mechthild Schwetje. Die 44jährige bringt Erfahrung als Architektin mit, ist jetzt aber freiberuflich in der Erwachsenenbildung tätig. Als passionierte Radfahrerin will sie sich vor allem auch um Umwelt und Verkehr kümmern.


Mit Udo Keil, 52, tritt ein erfahrener Stadtverordneter wieder an. Er nannte die Grünen eine „wertkonservative Partei“, die für die Erhaltung der Natur sei und deshalb gegen die Bebauung im Bereich „Grüner Weg“ und am „Falkensteiner Stock“. Die „Reaktivierung des Gewerbegebiets Oberhöchstadt“ hält Keil für notwendig, die ausgebrannte Tennishalle sei kein gutes Symbol. Bei der beabsichtigten Bebauung am Bahnhof dürfe es keinen Vorrang der Interessen von Investoren und Bauwilligen vor den Anliegen jener Menschen geben, die dort heute schon wohnen. Wenn sich herausstelle, dass die Hotel-Idee nicht realisierbar sei, sollte man bald über Alternativen nachdenken.


Professor Dr. Jörg Mehlhorn, Kandidat auf Platz 5, vertritt als Parteiloser die Grünen nun schon seit 22 Jahren im Magistrat. Als ÖPNV-Dezernent werde er oft „auf den Stadtbus reduziert“. Als Magistratsmitglied sei man aber zwangsläufig Generalist, zumal er auch die Stadt in überregionalen Gremien vertrete. Sein persönlicher Wunsch sei, „dass es keine Koalition mehr gibt. Die Kronberger Politik ist in einer vitalen Verfassung, jeder redet mit jedem.“


Versammlungsleiter Volker Hummel wies vor allem die Neumitglieder auf die Regelung in der Gemeindeordnung hin, dass erst nach der Wahl entschieden wird, wen die Parteien in den Magistrat entsenden. Das Gremium erfordere – so hatte Mehlhorn formuliert – „ein hohes Maß an Frustrationstoleranz“.


Sollten die Grünen gut abschneiden und Mehlhorn erneut in den Magistrat einziehen, dann wäre Bernhard Klother-Karrenberg Nachrücker, der „in alter Verbundenheit und in grüner Solidarität“ wieder kandidiert. Er gehörte der Fraktion schon einmal von 1995 bis 2005 an.


Die Mitgliederversammlung verlief in „grüner Harmonie“, was auch die Wahlergebnisse dokumentieren: bei den insgesamt 18 Wahlgängen gab es keine Kampfkandidaturen und keine Nein-Stimmen, nur zwei Stimmenthaltungen.


Auch die Ortsbeiräte-Kandidaten - Christian Fischbach (Kronberg), Thorsten Keller (Oberhöchstadt) und Klaus Becker (Schönberg) - wurden einstimmig nominiert. (mw)


Für die Stadtverordnetenversammlung kandidieren

1 Petra Fischer-Thöns, 55, Dipl.-Sozialarbeiterin
2 Dr. Judith Jackson, 47, Lehrerin
3 Mechthild Schwetje, 44, Architektin und Erwachsenenbildung
4 Udo Keil, 52, Miteigentümer eines Garten- und Landschaftsbaubetriebs
5 Dr. Jörg Mehlhorn, 61, Professor
6 Bernhard Klother-Karrenberg, 57, Lehrer
7 Thorsten Keller, 33, Software-Entwickler, Vorstand SG Oberhöchstadt
8 Florian Schaumberg, 33, Inhaber eines Garten- und Landschaftsbaubetriebs
9 Christian Fischbach, 21, z.Zt. Zivildienstleistender in einer psychiatrischen Klinik
10 Klaus Becker, 43, Inhaber einer Software-Firma, 2. Vors. BUND Kronberg
11 Marianne Schuster, Physiotherapeutin


Ortsbeirat Kronberg

1 Christian Fischbach
2 Horst Ollmann, 51, Jurist
3 Mechthild Schwetje


Ortsbeirat Oberhöchstadt

1 Thorsten Keller
2 Florian Schaumberg
3 Michael Gübert, 46, Chemotechniker


Ortsbeirat Schönberg

1 Klaus Becker

Seitenanfang

 


Zuversicht und ein Comeback

Taunus Zeitung (15.12.2010)


Grüne Liste steht: Fischer-Thöns erneut Spitzenkandidatin – Klother-Karrenberg ist zurück


Aufbruchstimmung bei den Kronberger Grünen. Die herrscht nicht nur, weil es auf Bundesebene gut für die Partei läuft, sondern vor allem, weil es in der Burgstadt endlich auch personell wieder aufwärts geht. Anteil daran hat ein bekannter Rückkehrer.


Die Kronberger Grünen haben ihre Personalsorgen hinter sich gelassen. Sah es vor zwei Jahren noch besorgniserregend aus und mussten die Grünen in der Burgstadt damit rechnen, nicht ausreichend Kandidaten für die nächste Kommunalwahl aufbieten zu können, so hat sich die Lage zum Guten gewendet. Sowohl für die Wahl zur Stadtverordnetenversammlung als auch die Ortsbeiräte in Kronberg und Oberhöchstadt sind ausreichend Bewerber gefunden. Einzig in Schönberg sind die Grünen – was die Anzahl der Bewerber betrifft – schwach aufgestellt. Hier bieten die Grünen dem Wähler mit Klaus Becker nur einen Kandidaten an.


Zufriedene Gesichter bei der Kandidatennominierung am Montagabend in der Schönberger Taunushalle: Mit Petra Fischer-Thöns als Spitzenkandidatin setzen die Grünen auf Zuverlässigkeit. Die 55-jährige Sozialarbeiterin macht bereits seit 18 Jahren Politik in ihrer Heimatstadt, steht kurz davor sich den Titel «Stadtälteste» zu verdienen. Ihr zur Seite steht Dr. Judith Jackson (47). Die Lehrerin geht von Listenplatz 2 aus ins Rennen, verfügt ebenfalls über reichlich parlamentarische Erfahrung. Neu dabei ist Mechthild Schwetje auf Platz 3. Die aus Aachen stammende 44-jährige Architektin lebt seit gut einem Jahr in Kronberg und will sich bei den Grünen einbringen. Seit wenigen Monaten Parteimitglied liegt der überzeugten Radfahrerin die Umweltpolitik besonders am Herzen.


Rückkehr möglich


Sollten die Grünen ihr Ergebnis von 2006 (damals gab es 3 Sitze) halten, ist Schwetjes Einzug ins Parlament so gut wie sicher. Doch mit 3 Sitzen will man sich diesmal nicht zufrieden geben, zumal die Grünen bundesweit auf einer Erfolgswelle reiten. «Ich halte den vierten, wenn nicht sogar fünften Sitz für durchaus möglich», sagt Bernhard Klother-Karrenberg (57). Der langjährige Fraktionsvorsitzende ist nicht nur stiller Beobachter. Er kandidiert auf Listenplatz 6, wohlwissend, das dies für sein Comeback sorgen könnte, schließlich sind schon weitaus weniger bekannte Kandidaten nach vorne kumuliert worden.


Außerdem scheint der parteilose Dr. Jörg Mehlhorn (61) – er startet vom Platz 5 – für den Magistrat gesetzt, was Klother-Karrenberg aufrücken lassen dürfte. Wählt ihn der Bürger gar noch weiter nach vorne, was nicht unwahrscheinlich ist, oder holen die Grünen tatsächlich zwei zusätzliche Sitze, ist Klother-Karrenberg zurück im Mandat. Das hatte er nach zehn intensiven Jahren, in denen er die Politik der Grünen maßgeblich prägte, 2005 aufgegeben. «Die Verbundenheit ist stets geblieben», so Klother-Karrenberg.


Grünen-Vorstand Udo Keil (52) erhält Listenplatz 4. Newcomer im Feld der Grünen sind Thorsten Keller, Florian Schaumberg (beide 33 Jahre) und Christian Fischbach (21). Der Software-Entwickler Keller, Vorstands-Mitglied der SG Oberhöchstadt, geht von Listenplatz 7 ins Rennen und ist zudem Spitzenkandidat der Grünen für den Ortsbeirat Oberhöchstadt. Hier hatte man aufgrund Personalmangels zuletzt auf den zustehenden Sitz verzichten müssen. «Das wird sich ändern», betont Fischer-Thöns und verweist auf die neben Keller weiteren beiden Ortsgremiums-Kandidaten, den Garten- und Landschaftsbauer Schaumberg und den 46-jährigen Chemo-Techniker Michael Gübert, der als Parteiloser auf Platz 3 der Grünen für Oberhöchstadt zur Verfügung steht.


In Schönberg nur Becker


Während es für den Ortsbeirat Kronberg ebenso ordentlich aussieht – hier ist der junge Zivildienstleistende Christian Fischbach Top-Bewerber, gefolgt von Horst Ollmann und Mechthild Schwetje – ist es um die Grünen in Schönberg dürftig bestellt. Nur ein Bewerber wird aufgeboten. Der allerdings hat Rang und Namen: Klaus Becker, Vize-Chef des Kronberger BUND. Und: Becker steht auf Listenplatz 10 für das Parlament. Das Feld wird von Marianne Schuster (Platz 11) komplettiert. (blo)

Seitenanfang

 


Fünf Sitze im Blick, aber keine Koalition?

Taunus Zeitung (15.12.2010)


Die Grünen haben ehrgeizige Ziele. Während sich die Konkurenz noch mit Erklärungen zu Zielsetzungen zurückhält, nehmen die Grünen kein Blatt vor den Mund. Dass man mindestens das Resultat von 2006 erreichen wird, da ist man sich sicher. Man ist sogar optimistisch, ein zweistelliges Ergebnis zu erzielen und das eine oder andere Mandat hinzuzugewinnen. Es wird offenen über den vierten, wenn nicht gar fünften Sitz gesprochen. Und auch inhaltlich scheint man sich einig. Die ersten Ziele für die Wahlzeit 2011-2016 sind formuliert, auch wenn das Wahlprogramm erst Anfang Februar fertig wird.


Udo Keil: «Wir wollen den weiteren Ausbau des ÖPNV, setzen alles daran, dass die U 6 nicht nur bis Steinbach, sondern auch nach Oberhöchstadt kommt.» Klare Position beziehen die Grünen auch in Sachen Siedlungspolitik: Das Neubaugebiet Grüner Weg wollen sie nicht, ebenso die Ausweisung neuer, großer Gewerbeflächen. Man habe genügend Leerstand, den es zu füllen gelte. Einzig im Gewerbegebiet Oberhöchstadt könne man über die gewerbliche Nutzung brach liegender Flächen nachdenlen. Keil: «Wir brauchen zusätzliches Gewerbe, um die Finanzen der Stadt zu stärken. Das wissen wir.» Man verschließe sich deshalb auch nicht, es müsse aber eine Wirtschaftspolitik mit Augenmaß sein. Grundsätzlich gelte es, «grüne Lungen» im Stadtgebiet zu erhalten. Keil: «Deshalb wird es mit uns auch keine Bebauung der Schillergärten geben, am Bahnhof aber sind wir durchaus für die Schaffung von Wohnraum».


Wie sich ihre Politik umsetzen lässt, da sind sich die Grünen allerdings nicht so einig. Während das Gros der Mitstreiter glaubt, dass grüne Ziele nur mittels einer Koalitionsbeteiligung zu realisieren sind, sieht es ÖPNV-Dezernent Mehlhorn völlig anders. Er wünscht sich auch weiterhin wechselnde Mehrheiten. «Es wäre gut, wenn Kronberg keine Koalition bekommt, denn das ist einfach das Beste für unsere Stadt.» (blo)

Seitenanfang