Bündnis 90/ Die Grünen OV Kronberg

Klimaschutz beginnt hier: Mit uns! In Kronberg.

Rede zum Thema Berliner Platz im Rahmen des Klimaanpassungsgesetzes

Sehr geehrter Herr Knoche, meine Damen und Herren, liebe Gäste,

Kronberg hat ein Klimaschutzkonzept und ein Klimaanpassungskonzept. Im November letzten Jahres hat Frau Richter im ASU über den Stand der Umsetzung berichtet. Aus dem Bereich Klimaschutz sind ca. 30 Maßnahmen in Umsetzung, aus dem Bereich Klimaanpassung erst ca. 5 Maßnahmen. Schon das zeigt, dass hier ein verstärkter Handlungsbedarf besteht.

Dem Berliner Platz wurde im Klimaanpassungskonzept besondere Beachtung zuteil, denn dieser Platz ist vollständig versiegelt und erfordert Maßnahmen zur Hitzereduktion, um auch im Sommer eine angenehme Aufenthaltsqualität zu gewährleisten. Der jetzt vorliegende modifizierte Antrag der SPD fordert, die dort in Abschnitt 5.3 vorgeschlagenen Maßnahmen hinsichtlich Ihrer Umsetzbarkeit zu bewerten, z. B. die Installation eines Sonnensegels.

Die FDP greift diesen Punkt auf und fordert in ihrem Antrag grüne oder begrünte Schattensegel. Da habe ich mich natürlich gefragt, wie so etwas aussehen könnte. In dem Antrag befindet sich eine Referenz auf einen Artikel, der Bezug nimmt auf die bepflanzten Sonnensegel in den Straßen von Valladolid. Eine solche Lösung ist sicher für den großen Berliner Platz nicht geeignet. Aber in der Tat gibt es für Verbesserung des Mikroklimas in Städten innovative Konzepte, z. B. Pflanzensegel aus schnellwachsenden einjährigen Kletterpflanzen, die an einem kompostierbaren Netz in einem freistehenden Gestell hochwachsen. Ein solches Konzept wurde von einem Frankfurter Start-Up-Unternehmen entwickelt und ein Prototyp befindet sich seit 2023 in einem Praxistest in Frankfurt hinter dem Senckenberg-Museum. Ich werde mir das im Sommer mal anschauen.

Ein weiterer Antrag der FDP fordert Hochbeete auf dem Berliner Platz. Sicher umweltpädagogisch sinnvoll, aber wir fragen uns da schon, wie diese bewässert und wie die regelmäßige Pflege sichergestellt werden soll. Standorte in Kitas und Schulen sowie auf Freiflächen zwischen Mehrfamilienhäuser erscheinen uns da besser geeignet.

Die Verwaltung wies in der ASU-Sitzung am 11. März auf die vielfältigen Restriktionen hin, die bei den vorgeschlagenen Maßnahmen auf dem Berliner Platz zu beachten sind, z.B. Feuerwehr-Zugänglichkeit, die Belastbarkeit der Tiefgarage und die Windlasten.

Auf Vorschlag des Vorsitzenden Max Werner Kahl wurden in der ASU-Sitzung die Anträge von SPD und FDP zu einem gemeinsamen Prüfantrag zusammengefasst, der heute zur Abstimmung steht. Diesem stimmen wir als Grüne ausdrücklich zu, denn der Handlungsbedarf ist da.

Kronberg, 20.03.2025



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