GRÜNE  Politik  für  Kronberg:

Nachhaltig, Gerecht und Vielfältig

 

Liebe Kronberger Mitbürger*innen,

Kronberg ist eine Stadt im GRÜNEN!

Seit Jahren setzen wir uns in der Stadverordnetenversammlung, im Magistrat, in den Ausschüssen und in den Ortsbeiräten dafür ein, dass der Klima- und Umweltschutz sowie Vielfältigkeit und Gerechtigkeit bei städtischen Entscheidungen berücksichtigt werden.

Dafür benötigt es immer wieder Überzeugungskraft und oft einen langen Atem. Wir GRÜNE stehen dabei für Kreativität, Zuverlässigkeit und generationsübergreifendes Denken und Handeln.

Dass dies keine leeren Floskeln sind, zeigen die Erfolge der letzten Wochen, Monate und Jahre, die GRÜN initiiert oder unterstützt wurden:

 

  • Kronberg hat nun einen Klimaschutzmanager!

  • In Kronberg gibt es einen Jugendrat!

  • In Kronberg gibt es künftig eine städtische Wohnungsbaugesellschaft, die bezahlbaren Wohnraum bereitstellt!

  • Kronbergs Stellplatzsatzung wird GRÜNER mit deutlich weniger Flächenverbrauch für Parkplätze und Vorgaben für Elektroladestationen!

  • Der renaturierte Westerbach und die Wiesenaue „Bendersee“ wirkten schon im letzten August als wichtige Hochwasserausgleichsflächen!

  • Kronberg hat deutlich mehr Bienenweiden und Blühstreifen!

  • Drei Bürgersolaranlagen im Stadtgebiet liefern zuverlässig Strom!

  • Das Kronberger Waldschwimmbad verfügt ebenso über eine Solaranlage!

  • Die Auernbergwiesen, der Falkensteiner Stock und die Streuobstwiesen am Grünen Weg sind nach wie vor unangetastet und GRÜN!

  • Der Stadtbus verbindet weiterhin die Ortsteile mit dem Stadtzentrum, ein AST wird wieder eingeführt!

 

Wir werden uns auch weiterhin mit aller Kraft für den GRÜNEN Weg für Kronberg einsetzen, denn:

 

 

Klimaschutz beginnt hier:

Mit uns! In Kronberg.

 

 

1. Klimaschutz und Nachhaltigkeit vor Ort

 

Unser Ziel:Klimaschutz und Nachhaltigkeit vor Ort

Unser Weg:

  • Klimakonzept für Kronberg: Klimaschutz als unverzichtbarer Baustein jeder kommunalpolitischen Entscheidung
  • Kronberger Wald in Kronberger Hand: Naturwald und ökologische Bewirtschaftung
  • Die Stadt Kronberg als ökologischer Vorreiter bei den Themen „Bauen, Energie und Wassermanagement“
  • Erhalt des GRÜNEN Kronberg, maßvolle Nachverdichtung und Weiterentwicklung der Gewerbeflächen unter ökologischen Gesichtspunkten

 

Die letzten Sommer haben gezeigt, dass auch Kronberg von den Folgen des Klimawandels betroffen ist: extreme Trockenheit, Wassermangel und durch Starkregen entstandene Überschwemmungen. Auch die Stadt Kronberg muss ihren Beitrag zum Klimaneutralität leisten. Die Stadt ist nicht umsonst seit 2010 Mitglied der Hessischen Klimakommunen. Es gilt ab jetzt, alle politischen Möglichkeiten und finanziellen Förderungen, die u.a. von Bundesrepublik, vom Land Hessen oder dem Hochtaunuskreis angeboten werden, konsequent zu prüfen und umzusetzen. Darauf können sich unsere großen und kleinen Bürger*innen verlassen!

Deshalb haben wir GRÜNEN in der letzten Legislaturperiode die Einstellung eines Klimaschutzmanagers für die Stadt Kronberg durchgesetzt, um die zentralen Ziele der Klimaschutz-Charta kommunal zu forcieren und sozialverträglich umzusetzen.

 

1.1    Ein Klimakonzept für Kronberg - Klimaschutz fängt in der Kommune an

Spätestens seit dem Pariser Klimaabkommen 2015 weiß jedes Kind, dass die Zeit drängt. Die Stadt Kronberg braucht deshalb so schnell wie möglich ein Handlungskonzept um die Klimaneutralität der Kommune zu erreichen. Messbar mit eindeutigen Kennzahlen und einem konkreten Zeitrahmen. Die Bürger*innen müssen von diesen Zielen überzeugt werden und in diese Ziele eingebunden sein, um einen breiten Konsens zu schaffen. Nur mit der Beteiligung unserer Bürger*innen können wir ein klimafreundliches Kronberg sein.

Für die Umsetzung der klimapolitischen Maßnahmen muss ein gesonderter Etat im Haushalt bereitgestellt werden. Die vom Land Hessen und vom Bund bereitgestellten Fördergelder müssen endlich abgerufen werden. Kronberg lässt viele dieser Fördergelder zurzeit einfach verstreichen. Grundsätzlich muss bei jeder kommunalen Entscheidung der Klimaaspekt ein gewichtiges Entscheidungskriterium sein.

 

Waldschutz ist Klimaschutz ist Waldschutz
Der Wald steht zu Recht im Fokus der Klimadebatte. Einerseits als Opfer der sich anbahnenden Klimakatastrophe, andererseits als Rettungsanker. Unser Wald ist Wasserspeicher, Luftfilter und Bodenschützer – der durch Borkenkäfer und Waldbrandgefahr bedroht wird.

Auch der Kronberger Wald mit seinen 500 Hektar ist in einem bedauernswerten Zustand. Die Ökologisierung der Waldbewirtschaftung, Erhalt und Schaffung alter, naturnaher Wälder sind ein zentraler Baustein für eine erfolgversprechende Klimapolitik.

Wir GRÜNE fordern:

  • Die Eigenbewirtschaftung des Kronberger Waldes,
  • den Ausstieg aus der Organisation „HessenForst“,
  • den Schutz des des Kronberger Waldes und
  • den Umbau zu einem FSC-zertifiziertem, naturnahen und klimaresistenten Wald.

So kann die Stadt flexibler und besser auf die lokalen Befindlichkeiten des Waldes, beispielsweise der Kastanienhaine, eingehen. Förster und Waldarbeiter können auch in Kronberger Parkanlagen flexibel eingesetzt werden, Kosten werden dadurch gespart.

Die umliegenden Gemeinden mit bereits eigenen Förstereien (z.B. Bad Homburg) sind mit der Entscheidung sehr zufrieden und wünschen sich eine kommunale Zusammenarbeit mit den angrenzenden Gemeinden wie Kronberg. 

 

1.2     Bauen, Energie und Wassermanagement

Die öffentliche Hand muss bei energieeffizienten Bauen und Sanieren beispielhaft voran gehen: Zukünftig darf kein städtischen Projekt mehr gebaut werden, bei dem die Richtlinien für energieeffizientes Bauen nicht konsequent umgesetzt werden.

Die Nutzung umweltfreundlicher Energie muss gefördert werden. Wir fordern, dass auf dafür geeigneten kommunalen Dächern Photovoltaikanlagen zur Stromgewinnung installiert werden. Wir setzten uns für die Schaffung weiterer Bürgersolaranlagen ein.

Eine solche Einrichtung von Solardächern, die anteilig von Bürger*innen finanziert wird, bringt Vorteile für alle. Bürger*Innen wird die Möglichkeit einer gewinnbringenden Geldanlage eingeräumt und die Gemeinde leistet einen Beitrag zur ökologischen Energiegewinnung durch die Kraft unserer Sonne.

Wir fordern außerdem eine Solarsatzung, die künftig vorgibt, welche Solaranlagen bei Neubauten errichtet werden müssen und wo Ausnahmen gelten dürfen (z.B. in der Altstadt).

Wir setzen uns für ein Blockheizkraftwerk im geplanten Neubaugebiet „Altkönigblick“ ein; damit würde Kronberg bei der umweltfreundlichen Energiegewinnung in der Region beispielhaft vorangehen.

 

Wasser: Kronberg zwischen „zu viel“ und „zu wenig“
Wasserknappheit im  Sommer ist in den letzten Jahren keine Seltenheit mehr.Kronberg bedient sich dann an den Wasservorräten des Hintertaunus‘ und der Wetterau.

Der Wasserknappheit in Hitzesommern müssen wir künftig auch bei privaten Bauvorhaben durch Zisternen konsequent entgegenwirken. Mit einer Zisterne an der Regentonne kann jeder Haushalt  seinen Beitrag zum Wassersparen leisten.

Die Kronberger Bäche müssen konsequent naturnah gestaltet werden. Neu zu schaffende Retentionsflächen entlang der Bachläufe sind Hochwasser- und Naturschutz in einem. Dies zeigt sich bereits jetzt erfolgreich am Bendersee.

Deswegen fordern wir eine naturnahe Umgestaltung der Wasseradern konsequent auch für den Rentbach und das Rentbachtal, den Waldwiesenbach und den Stuhlbergbach.

 

1.3     Schonung und Erhalt unserer GRÜNEN Umgebung

Das einmalige, GRÜNE Stadtbild von Kronberg darf auch in der Zukunft nur maßvoll weiterentwickelt werden. Der Grüngürtel und die Grünflächen zwischen den Stadtteilen sind unantastbar. 

Wir stehen für den Erhalt der wichtiger ökologischer Grünflächen wie „Grüner Weg“ und „Am Auernberg“ und den Erhalt und die Pflege der Streuobstwiesen, zusammen mit den engagierten Privatinitiativen und Vereinen Kronbergs.

Wir setzen uns für die Realisation eines Vogelschutzgebietes im Kronthal ein, fordern die jährliche Nachpflanzung des durch Flächenverbrauch entstehenden Baumverlustes mit heimischen Laubbäumen, drängen auf die Schaffung eines Verbunds der Biotope zwischen Kronberg und den Nachbargemeinden und mahnen die Eindämmung der Lichtverschmutzung im städtischen Gebiet an.

Wir stehen für eine maßvolle Nachverdichtung auf bereits bebauten Flächen sowie eine Weiterentwicklung von Gewerbeflächen unter ökologischen Gesichtspunkten. Geplante Bauvorhaben müssen ökologisch vertretbar sein, Wohnbebauung an den öffentlichen Nahverkehr angebunden sein.

Die weitere Flächenversiegelung muss vermieden werden. Vorhandene Plätze sollten auf die Möglichkeit der Schaffung wasserspeichernder GRÜNER Inseln geprüft werden.

Wir setzen uns für den konsequenten Einsatz von saugfähigem Asphalt im Stadtgebiet und die Schaffung insektenfreundlicher Blühstreifen an jeder Straßenecke ein. Das darf in den Vorgärten nicht enden: Wir werden weitere Anreize für eine insektenfreundliche (Vor-) Gartengestaltung setzten, in der wasserundurchlässige, ökologisch wertlose Pflaster-, Schotter- und Steingärten der Vergangenheit angehören.

Ausgleichsmaßnahmen bei Eingriffen in die Natur sind gesetzlich vorgeschrieben und müssen zeitnah erfolgen. Wir fordern deshalb ein Kataster für Ausgleichsflächen, in dem festgehalten wird, welche Maßnahmen getätigt wurden und was noch zu tun ist.


Opelzoo: Artenschutz und Publikumsliebling
Der Opelzoo leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Er setzt sich auch für den Schutz weniger bekannter oder publikumswirksamer Arten wie den in Deutschland streng geschützten  Feldhamster, die Europäische Wildkatze oder den Waldrapp ein.

Gleichzeitig ist der Opelzoo Kronberg der mit Abstand bekannteste Markenbotschafter für unsere Stadt, nicht nur in Hessen, sondern auch deutschlandweit. Dieses Potential gilt es u.a. im Rahmen der künftigen Entwicklung eines Stadtmarketingkonzeptes zu nutzen.

Um die Causa „Philosophenweg“ endgültig abzuschließen, schlagen wir ein Mediationsverfahren mit allen Beteiligten vor.

 

 

Klimaschutz beginnt hier:

Mit uns! In Kronberg.

 

 

 

2. Mobilität: Kronberger Verkehr zukunftsfähig gestalten


Unser Ziel: sozial-ökologische Verkehrswende vor Ort

Unser Weg:

  • Tempo 30 in Kronberg, gemeinsam genutzte Verkehrsräume (Shared Space) und Verkehrsberuhigung in den Ortszentren: Verkehrsflächen werden zu Lebensräumen

  • Ausbau der Radinfrastruktur mit Priorität auf Schulwegen, zum Waldschwimmbad und zu den Sportstätten

  • Klares Bekenntnis zur Weiterentwicklung des Kronberger Stadtbusses und des AST

  • Bahnhof Kronberg als Mobilitätszentrale und Knotenpunkt aller Verkehrsteilnehmer

  • Ausbau der E-Mobilität und des Car-Sharing-Angebotes

 

Ob zu Job, Schule, Sport oder zum Einkaufen - wir sind alle unterwegs.

Wir GRÜNE wollen den Bus-, Fuß- und Radverkehr in Kronberg so attraktiv machen, dass diese gleichberechtigte, schnelle, zuverlässige, sichere, bequeme und effiziente Mobilitätsangebote für alle Bürger*innen bieten.

 

2.1     Tempo 30 - Mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer in Kronberg

Menschen wollen zu Fuß oder mit dem Fahrrad im Alltag sicher und komfortabel unterwegs sein und das Rad ohne Umwege bequem mit anderen Verkehrsträgern kombinieren. Deshalb werden wir weiterhin die Möglichkeiten der Straßenverkehrsordnung (STVO) konsequent nutzen, um mehr Tempo 30-Zonen zu installieren und damit die Verkehrssicherheit und die Aufenthaltsqualität für alle Verkehrsteilnehmer in der Stadt zu steigern.

Die Investition in sichere Verkehrswege muss in den zukünftigen Haushalten noch stärker berücksichtigt werden.

 

2.2     Gemeinsam genutzte Verkehrsräume (Shared Space) - Aufenthaltsqualität an zentralen Punkten in Kronberg steigern

Altstadt, Berliner Platz, Frankfurter Straße, der Ortskern von Schönberg, der Dalles: das sind zentrale Stellen in Kronberg, an denen sich Menschen begegnen.

Wir GRÜNE möchten die Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität an diesen Stellen stärken. Deshalb schlagen wir für diese Gebiete vor, die Bürger*innen in die Ideenfindung einzubinden und eine offenen Diskussion über die Idee gemeinsam genutzter Verkehrsräume zu führen.

Beispiel: Neugestaltung des Bahnhofumfeldes

Hier sind die Interessen von Fahrradfahrern, Fußgängern und Autofahrern gleichwertig zu berücksichtigen.  Dies macht bauliche Maßnahmen im Verkehrsraum erforderlich.

Erste Ideen hierzu gibt es bereits vom Planungsbüro Enzo Enea.

Wichtig ist, dass der öffentliche Verkehrsraum (Straßen und Plätze) für Fußgänger und Radfahrer zurückgewonnen wird, und die Dominanz des motorisierten Individualverkehrs begrenzt wird. Damit können öffentlichen Flächen für alle Bürger*innen aufgewertet werden.

 

2.3     Radverkehr weiter ausbauen

Das Rad ist die günstigste und auf kurzen Wegen die schnellste Art von A nach B zu kommen, das E-Bike verstärkt den Trend zum Radfahren. Die fehlende Absicherung von Radwegen gegenüber dem Autoverkehr hält die meisten Bürger*innen davon ab, Wege mit dem Rad zurückzulegen oder Kinder mit dem Rad allein auf den Weg zu Schule, Sport oder Freunden fahren zu lassen.

Wir setzen uns dafür ein, dass dieser Trend im Städte- und Straßenbau in den nächsten Jahren stärker berücksichtigt wird. Auch in Kronberg besteht Nachholbedarf, hier müssen nun alle Kräfte für Planung und Kosten gebündelt werden. Fördermittel von Bund, Land und Kreis müssen zeitnah abgerufen werden.

Wir GRÜNE stehen für:

  • Den Ausbau der innerörtlichen Fahrradwege und Fahrradstreifen (Schwerpunkt auf Hainstraße, Friedrichstraße, Wege zur Altkönigschule),
  • den Ausbau des überregionalen Fahrradwegenetzes in Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen und dem Hochtaunuskreis (Fahrradwege nach Bad Soden, Anbindung an Radweg Richtung Steinbach),
  • den Bau von sicheren und witterungsgeschützten Fahrradabstellplätzen an den S-Bahnhöfen Kronberg und Kronberg Süd und
  • den Bau von E-Bike Ladestationen am Berliner Platz, am Opelzoo, in der Altstadt und an den Kronberger Bahnhöfen.

 

Sicher mit dem Rad in Kronberg
Wir fordern mehr Sicherheit für Radfahrer durch farblich markierte Fahrradstreifen. 

Insbesondere an Kreuzungen und entlang der stark befahrenen Hainstraße und Friedrichstraße setzen diese Radwegemarkierungen in Rot oder Blau ein starkes Signal:

„Achtung, hier sind Radfahrer unterwegs!“

Dies bedeutet mehr Sicherheit für alle – Rad- und Autoverkehr.

 

2.4     Mobilität für Alle: Attraktivität des Kronberger Stadtbusses

Wir stehen für einen bedürfnisgerechten und attraktiven Stadtbus in Kronberg, dessen Nutzung noch attraktiver wird durch:

  • Verlässliche Busverbindungen an 7 Tagen/Woche,
  • Ticketpreis von 1 €, alle unter 14 fahren kostenlos,
  • Kooperation mit Schulen bzgl. Busfahrzeiten,

  • Fortführung des AST (Anruf-Sammel-Taxi),

  • Anbindung Kronthal und Krankenhaus Bad Soden,

  • Kooperation mit Kronberger Einzelhandel (Erstattung von Bustickets analog Parkgebühren),

  • neu gedachte Fahrgastinformation (Dynamische Anzeigetafeln an ALLEN zentralen Bushaltestellen, Benennung der Buslinien) und

  • Anbindung Oberhöchstadts an die U6.

 

Busbahnhof: Knotenpunkt für alle Verkehrsteilnehmer
Damit die Verkehrswende Realität werden kann, schlagen wir vor:

  • Neukonzipierung des Bahnhofs Kronberg als Mobilitätszentrale und Knotenpunkt zur Vernetzung aller Verkehrsteilnehmer,
  • Vorrang für Bus, Rad und Fußgänger an allen Bahnhöfen,
  • sichere, ausreichend große und wetterfeste Abstell- und Lademöglichkeiten für Fahrräder und E-Bikes an beiden Bahnhöfen,

  • Verlagerung der P+R Parkplätze an den Bahnhof Kronberg Süd,

  • mehr CAR-Sharing-Angebote an zentralen städtischen Plätzen und

  • Fahrzeuge des städtischen Fuhrparks bei Nichteinsatz für Car-Sharing zur Verfügung zu stellen.

 

2.5 Elektromobilität ist eine Chance für sauberen Individualverkehr

Wir fördern E-Mobilität vor Ort durch mehr Ladestationen im öffentlichen Raum z.B. im Parkhaus, am Bahnhof, die Abstimmung einer Erhöhung der kommunalen Netzkapazität mit der Netzbetreiberin (mehr Ortsnetztrafos), die Förderung der privaten Anschaffung intelligenter Ladeinfrastruktur (Ladeboxen/-säulen mit Steuerungstechnologie) sowie die schrittweise Umstellung auf emissionsarme und emissionsfreie Busse.

 

 

Klimaschutz beginnt hier:

Mit uns! In Kronberg.

 

 

 

3. Unsere Stadt: nachhaltig, gerecht und vielfältig


Unser Ziel: Mit GRÜNEN Ideen Kronberg für Alle Lebenswert machen


Unser Weg:

  • Kostenlose Kita-Betreuung bei attraktiver Entlohnung der Erzieher*innen

  • Bedarfsgerechter Angebot der Kita und Hortplätze unter Berücksichtigung der Neubaugebiete

  • Kronberger Jugendkultur Raum geben und Jugendrat stärken

  • Barrierefreies Leben in Kronberg konsequent ermöglichen

  • Vorrang für bedürfnisgerechten und bezahlbaren Wohnraum

  • Kronberger Kunst und Kulturleben auch in Krisenzeiten unterstützen

  • Kronberg wird Mitglied in der „Seebrücke“

  • Örtlichen Einzelhandel und Nahversorgung stärken

 

Wir GRÜNE wollen unsere Stadt mit den Kronberger Bürger*innen für die kommenden klimapolitischen und sozialen Herausforderungen fit machen. 

Dies erfordert mehr direkte Bürgerbeteiligung und die Einbeziehung der verschiedenen Interessen-gruppen wie Jugendrat, Sportvereine, Elternschaft oder Senior*innen in kommunalpolitische Entscheidungen. Wir fordern die Weiterentwicklung des Stadtentwicklungskonzepts für die nächsten 15 Jahre. Hierin soll neben allen geplanten Bauprojekten auch ein Verkehrskonzept integriert und ein nachhaltiges Wachstumsziel für Kronberg definiert sein.

Insbesondere durch breitere Beteiligung der Bürger*innen bei Neubauprojekten können neben den Interessen von Investoren auch die Interessen der bereits vor Ort lebenden Anwohner Berücksichtigung finden.

 

3.1     Familien und Kinder

Kinder sind unsere Zukunft und ihre Zukunft liegt in unseren Händen. Bildungs- und Betreuungsangebote in Kronberg müssen höchsten Qualitätsansprüchen gerecht werden, pädagogische Fachkräfte durch attraktive Entlohnung gewonnen und gehalten werden. In Zusammenarbeit mit der Verwaltung wünschen wir uns neue Initiativen und Ideen, um dem Erzieher*innen-Mangel entgegenzutreten.

Wir werden weiterhin den Fokus darauf legen, dass Gruppenstärke und Personalschlüssel in den Einrichtungen nicht nur an den gesetzlichen Mindestanforderungen fest gemacht werden. Um Familien zu entlasten bleibt es bei unserer GRÜNEN Forderung, dass Kitas als gesellschaftlich wertvolle Bildungs- und Entwicklungsstätten kostenfrei sein müssen.

In Kronberg benötigen wir auch in der Zukunft eine ausreichende Versorgung mit Kita- und Betreuungsplätzen für Schulkinder sowie mindestens ein Hortangebot pro Stadtteil. Aufgrund der geplanten und bereits entstandenen Neubaugebiete müssen ortsnah Betreuungskapazitäten ausgebaut werden.

 

3.2    Jugendliche verdienen Mitsprache und Raum

Jugendliche und junge Erwachsene benötigen auch außerhalb von Vereinen, die durchaus eine große Bereicherung für Kronberg darstellen, Platz und Raum, wo sie sich treffen können. Dies wird u.a. durch das neue Jugendcafé an der Viktoriaschule, für das wir GRÜNE uns eingesetzt haben, verwirklicht.

Auch in Zukunft wollen wir Jugendlichen ermöglichen, frühzeitig bei der Planung und Umsetzung von Projekten mitzuwirken und mitzuentscheiden. Mit dem bereits gewählten Jugendrat werden wir GRÜNE regelmäßig in Austausch treten und diesen als Sprachrohr der Jugend miteinbeziehen.

Wir setzen uns auch weiterhin dafür ein, dass Jugendlichen und jungen Erwachsenen in jedem Stadtteil Räume z.B. für Musik oder Sport zur Verfügung stehen. Insbesondere die Jugendlichen mussten und müssen in der Corona-Zeit viele Einbußen hinnehmen. Um Sportbegeisterung, Naturverbundenheit und Gemeinschaft zu unterstützen, fordern wir, dass das Waldschwimmbad bis 16 Jahre kostenfrei nutzbar ist. Das Kronberger Waldschwimmbad ist der perfekte Gegenpol zur Parallelwelt der Spielkonsolen und Social Media.

Der Wunsch der Bürger*innen nach Sicherheit im Ort ist verständlich. Wir wehren uns aber gegen blinden Aktionismus gegen Jugendliche, wodurch sich diese ausgegrenzt und verletzt fühlen. Stattdessen setzen wir auf Prävention und vorausschauende Konzepte. Denn zusammen geht mehr.

 

3.3    Älter werden

Wir wollen, dass Kronberg "barrierefrei" wird. Das gilt für alle Wege und Fußgängerübergänge. Die öffentlichen Einrichtungen müssen für Menschen, die auf Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind, ohne fremde Hilfe erreichbar sein. "Barrierefreiheit" ist von Vorteil nicht nur für viele Senior*innen und für Behinderte, sondern auch für Eltern, die sich mit dem Kinderwagen durch die Stadt bewegen.

Das Ziel "barrierefrei" lässt sich nicht mit einem Kraftakt erreichen, wir verstehen es als Dauerauftrag. Es muss im Rathaus eine kompetente Anlaufstelle geben, die Ideen und Anregungen aufnimmt und - möglicherweise zusammen mit interessierten Vereinen - an der Umsetzung arbeitet.

Zu prüfen ist beispielsweise, ob alle Ämter, die Post, der Bahnhof und Arztpraxen barrierefrei aufzusuchen sind.

 

3.4 Bezahlbares Wohnen und sozialer Wohnungsbau

Um Wohnen auch für Einwohner*innen mit einem geringen Einkommen zu ermöglichen, muss die Stadt Kronberg mehr Mut für neue Wohnprojekte aufbringen. Angesichts der begrenzten Zahl von geplanten Neubauprojekten müssen verstärkt Mehrgenerationen-Häuser, barrierefreie und alternative Wohnprojekte geplant werden, die sich an den Bedürfnissen der Bürger*innen und nicht am höchsten Verkaufswert oder Mietertrag orientieren.

Wir GRÜNE werden uns dafür einsetzen, dass zukünftig verstärkt in preisgünstigen Wohnraum investiert wird. Dies entlastet den Wohnungsmarkt, damit auch Menschen mit mittleren Einkommen leichter eine Wohnung finden, die sie sich leisten können. Das bedeutet, dass auch Handwerker*innen, Arzthelfer*innen, Erzieher*innen und Kassierer*innen – die systemrelevanten Träger unseres Gemeinwesens - in Kronberg bezahlbaren Wohnraum vorfinden.

Da die Einwohner*innen der Stadt Kronberg statistisch gesehen immer älter werden, ist es uns umso wichtiger, mit zusätzlichen Wohnangeboten insbesondere für junge Menschen und Familien als Stadt attraktiver zu werden. Mit der neugegründeten "Wohnungsbaugesellschaft Kronberg", die von uns mitinitiiert wurde, ist dafür ein Anfang gemacht.

 

3.5 Platz für Geflüchtete

Das selbstlose Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger für die in Kronberg lebenden Geflüchteten ist bewundernswert. Die Kinder und ihre Familien konnten durch die engagierte Arbeit von Freiwilligen, Lehrer*innen und Erzieher*innen in Kronberg eine neue Heimat finden. Wir GRÜNE setzen uns weiterhin für einen schnellen Bau der Gemeinschaftsunterkunft am Grünen Weg ein, damit die Geflüchteten in Kronberg bleiben können.

Die nachhaltige Unterstützung durch die Stadt Kronberg für alle Gruppen und Initiativen, die sich für Flüchtlinge und für die Integration in unsere Gesellschaft einsetzen, ist selbstverständlich.

Wir GRÜNE fordern weiterhin, dass die Stadt Kronberg in Zusammenarbeit mit dem Hochtaunuskreis ein Teil der Bewegung „Seebrücke“ wird und sich damit für sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme von Geflüchteten einsetzt. Auch Kronberg wird damit zu einem sicheren Hafen der Mitmenschlichkeit!

 

3.6 Kultur

Kultur lässt uns gemeinsam Staunen, Lachen und Genießen.

Kultur prägt unsere Stadt und ist für Kronberg ein wichtiger Standortfaktor. Sie bedeutet Lebendigkeit und Offenheit und trägt zur Attraktivität und Lebensqualität bei. Das herausragende Kulturangebot Kronbergs wird gleichermaßen von Kronberger*innen und Gästen gerne angenommen und ist zu einem Alleinstellungsmerkmal unserer Stadt geworden.

Wir werden uns daher weiterhin für den hohen Stellenwert der Kultur in unserer Stadt einsetzen; für die Kultur- und Vereinsförderung sollen in Kronberg entsprechende Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden.

 

3.7  Örtlicher Einzelhandel und Nahversorgung stärken

Wir wollen die Aufenthalts- und Lebensqualität in Kronberg und allen Stadtteilen weiter stärken. Dies ist nur zusammen mit dem ortsansässigen Einzelhandel möglich. Die Aufgabe, die Attraktivität der Zentren zu steigern um damit die Kunden- und Besucher anzuziehen, kann nur in Zusammenarbeit der Verwaltung mit den Gewerbetreibenden und Einzelunternehmen erfolgreich erfüllt werden. Deshalb sollte sich eine Wirtschaftsförderung vor allem um Betriebe bemühen, die eine zuverlässige Bindung an die Stadt erwarten lassen.

Eine GRÜNE Wirtschaftsförderung beinhaltet aber nicht nur die Belebung der einzelnen Ortszentren, sondern auch attraktive Verkehrsverbindungen durch sichere Fußwege, Radwege und ÖPNV sowie ein maßvolles Parkflächenangebot.

Deswegen wir begrüßen die Entwicklung eines Stadtmarketingkonzeptes und werden unsere GRÜNEN Ideen dort einbringen.

 

Stand: 17. Januar 2021

Termine

Do, 13.10., 19:30 Uhr

Stadtverordnetenversammlung

Zum Livestream

 

Mi, 19.10.2022, 19 Uhr

"Grüner Stammtisch"

Magnolia (Taunushalle Schönberg)

 

Di, 1.11.2022, 18:30 Uhr

„Kronberger Bäche und Meer – von Mikroorganismen und Mikroplastik“

Stadthalle

­

 

 

 

Online und offline

Kronbergs Grüne setzen auf Laptop und Tablet!

Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben, Einwahllink und Technikdetails gibt's hier.